Teillösung bei der WIFAG in Sicht
21.07.2010
Die Unia wurde im Rahmen einer Sozialpartnerinformation heute Morgen darüber informiert, dass gestern ein Vertrag zwischen der Mali International AG und der WIFAG abgeschlossen werden konnte. Dabei wurden die Fabrikationshallen (nicht aber das Verwaltunsgebäude und die Schreinerei) sowie die Maschinenausstattung verkauft.
Die von Markus Liebherr kontrollierte Mali AG will ihren Sitz auf den 1. September nach Bern verlegen und in den WIFAG Hallen grosse und leistungsstarke Getriebe produzieren. Wann genau die Produktion beginnen soll, ist noch unklar. Die WIFAG ihrerseits will den Service für die bisher produzierten Maschinen weiter führen.
Die neuen Inhaber sichern zu, 50 Mitarbeiter/innen der WIFAG eine Stelle anzubieten. Die bisherige Lehrwerkstätte der WIFAG wird weitergeführt, so dass die aktuellen drei Jahrgänge von Lehrlingen ihren Abschluss in der «WIFAG Berufsbildung» machen können. Hierfür werden 9 Ausbildner übernommen.
Die Unia begrüsst, dass mit dieser Teillösung der Industriestandort und damit ein Teil der Arbeitsplätze erhalten wird. Erfreulich ist ebenfalls, dass die Lernenden ihre Lehre in den WIFAG-Räumlichkeiten abschliessen können. Die Details zur neuen "WIFAG Berufsbildung" müssen aber noch geklärt werden. Im übrigen verlangt die Unia:
- Verbindliche und zeitlich detaillierte Zusagen zur Übernahme von WIFAG-Mitarbeitenden.
- Genauere Angaben zur Unternehmensstrategie.
- Die Unterstellung unter den MEM-Vertrag.
- Weiterhin Effektive Unterstützung der Entlassenen bei der Stellensuche.
Die Unia unterstützt die Mitarbeitenden im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Von der von der Unia im vergangenen Jahr ausgehandelten Frühpensionierungslösung ab 58 Jahren (Fr. 4'000.- Monatsrente und 97.5% BVG und AHV-Überbrückungsrente) profitiert jetzt ein guter Teil der bisherigen Mitarbeiter.
Für Rückfragen:
Roland Herzog, Sektionsleiter Unia Bern,
Beda Moor, Branchenverantwortlicher MEM-Industrie der Unia
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